Dauerausstellung

Die Gedenkstätte zeigt gegenwärtig durchgehend die Ausstellung

»Frauen im Räderwerk der Gestapo«.

Im Vorfeld und mit Beginn des II. Weltkrieges wurde die Zuständigkeit der Gestapo auf die von Deutschland besetzten Gebiete und die Überwachung der Zwangsarbeit erweitert. Die Kontrolle der ZwangsarbeiterInnen, – insbesondere ihre Kontakte zur deutschen Bevölkerung – war eine wesentliche Aufgabe der Gestapo, die in dieser Ausstellung dokumentiert wird. An Hand ausgewählter Beispiele aus der Kartei der Gestapo werden Tatvorwürfe wie auch der jeweiligen Strafen und Maßnahmen dargestellt.

Die insbesondere Frauen vorgeworfenen Tatbestände beziehen sich häufig auf verbotene Kontakte und Beziehungen zu ausländischen Zwangsarbeitern wie auch zu Deutschen, die insbesondere nach den sogenannten Rassegesetzen und der sogenannten Polenverordnung verfolgt wurden. Weiterhin verfolgt wurde die Unterstützung mit Lebensmitteln u.ä. oder sonstige Hilfen oder vom Arbeitgeber geduldete Ausgänge z.B. zum Gottesdienstbesuch.

 


 

Mit Verschärfung der Kriegslage kamen Delikte nach dem sogenannten Heimtückegesetz , sogenannte Wehrkraftzersetzung oder das Hören sogenannter Feindsender hinzu. ZwangsarbeiterInnen wurde besonders sogenannte Arbeitsbummelei, angeblich eigenmächtiges Verlassen der Arbeitsstätte oder simulierte Krankheit vorgeworfen. Die Auswahl der Quellen beruht auf den Untersuchungen des Osnabrücker Historikers Dr. Volker Issmer.

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Gestapokeller