Sonderausstellungen

Die Gedenkstätte Augustaschacht zeigt zusätzlich zu den ständigen Ausstellungen für einen jeweils begrenzten Zeitraum wechselnde Ausstellungen, die bislang unbekannte geschichtliche Kenntnisse vermitteln oder neue künstlerische Zugänge zu Geschichte und Nachwirken der Verbrechen des Nationalsozialismus eröffnen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Ausstellungen mit Bezug zur Region Osnabrück oder zu den Menschen, die in die Region Osnabrück verschleppt wurden.


[Bau]Phasen – 
Ausstellung zur Gestalt und Geschichte des Augustaschachtgebäudes

Das Gebäude des Augustaschachts und seine Umgebung sind geprägt von den Veränderungen der Nachkriegszeit. Wie es zur Zeit des »Arbeitserziehungslagers Ohrbeck«, einem KZ der Osnabrücker Gestapo, dort aussah, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Bauhistoriker und Archäologen begaben sich daher auf Spurensuche. Sie sammelten Hinweise im Gebäudeinneren, werteten Archive nach Fotos und Bauzeichnungen aus, legten Reste von Wegen und Nebengebäuden frei und bargen Fundstücke. Junge Menschen aus vielen Ländern unterstützten die Ausgrabungen. Die Ausstellung [Bau]Phasen zeigt erstmals zahlreiche Ausgrabungsfundstücke und unbekannte Fotos.


»... die Spur aufgenommen:
Sowjetische Kriegsgefangene am Piesberg in Osnabrück«

In Zusammenarbeit mit ihrem Lehrer Felix Trentmann dokumentieren Schüler und Schülerinnen der Osnabrücker Thomas-Morus-Schule mit ihrer mehrfach ausgezeichneten Ausstellung die beeindruckenden Ergebnisse ihrer Erforschung eines oft tödlichen Arbeitskommandos im Umfeld ihrer Schule im Osnabrücker Stadtteil Haste. Rund 2000 sowjetische Kriegsgefangene mußten im Steinbruchbetrieb der Klöcknerwerke am Piesberg in Osnabrück schwerste Zwangsarbeit leisten. Diese Ausstellung wird bis auf weiteres gezeigt.


»Erinnerung und Verantwortung«

Die Ausstellung des Landkreises Osnabrück thematisiert das Kriegsende im Osnabrücker Land und die Schlacht um die russische Stadt Rshew, an der zahlreiche Soldaten aus der Region Osnabrück beteiligt waren. Neben historischen Fotos, Dokumente und Filmaufnahmen zeigt die Ausstellung mehrere Reproduktionen von im II. Weltkrieg entstandenen Bildern des Osnabrücker Malers Franz Josef Langer, die Langer als sogenannter »Kriegsmaler« der Wehrmacht von den Zerstörungen in der russischen Stadt Rshew und von dem ausgebombten Osnabrück malte. Die Ausstellung knüpft mit ihrer Darstellung des Kriegsendes und des Schicksals der befreiten Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen nicht nur an die Zeit der Lagerauflösung an, sondern erlaubt mit ihrer Schilderung der Schlacht um Rshew auch ein tieferes Verständnis des Vernichtungskrieges gegen die damalige Sowjetunion. Diese Ausstellung wird bis auf weiteres gezeigt.

 

Frühere Sonderausstellungen


MEMORY LANE – »Damit nichts mehr bleibt«
Ausstellung und Installation von Ruth und Dan Shomroni / Volker-Johannes Trieb
Ausstellungszeitraum: Vom 8. August bis zum 28. November 2010
MEMORY LANE wurde verlängert bis 28. August 2011



Malerei und Installationen von Sylvia Lüdtke
Ausstellungszeitraum: 30. Mai bis 25. Juli 2010



Rechte Jugendkulturen
Ausstellungszeitraum: Vom 13. September bis zum 13. November 2009



»Auch wir hatten einen Russen ...«
Zwangsarbeit und katholische Kirche im Bistum Osnabrück
Ausstellungszeitraum: Vom 6. April 2008 bis zum 25. Januar 2009



Erneuerung der Erinnerung. Deutsch-niederländisches Kunstprojekt
Ausstellungszeitraum: Vom 5. September bis zum 31. Oktober 2004



Installationen für den Augustaschacht. Gedenkstätte im Aufbau
Ausstellungszeitraum: Vom 22. Juni bis zum 7. September 2003



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Augustaschacht