Gedenktag 27. Januar

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GEDENKSTÄTTEN GESTAPOKELLER UND AUGUSTASCHACHT – 27. Januar 2021, 17.30 Uhr
 

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
(ausschließlich digital)

 

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Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945,
wird jährlich bundesweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die zentrale Gedenkveranstaltung für die Stadt Osnabrück, den Landkreis Osnabrück, die Gemeinden Hagen und Hasbergen sowie für die Stadt Georgsmarienhütte wird seit 1998 durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. ausgerichtet. Ort der Erinnerung sind in jährlichem Wechsel das Mahnmal Augustaschacht in Hasbergen-Ohrbeck und die Gedenktafeln am Markt von Osnabrück.

Die Veranstaltung gilt dem Andenken an all jene Menschen, die in den Konzentrationslagern und Euthanasieanstalten – auch im Osnabrücker Land – gequält und getötet wurden. Heutiges Erinnern will auch ein Versuch sein, den Opfern des nationalsozialistischen Terrors die ihnen geraubte Menschenwürde zurückzugeben. Zugleich setzt die Veranstaltung ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus, Fremdenhass und Antisemitismus.
 

Die Veranstaltung wird 2021 aus gegebenem Anlass in den digitalen Raum verlegt.
Die Ansprache der Landrätin, das Projekt der Alexanderschule Wallenhorst sowie die Kranzniederlegung werden aufgezeichnet. Das Video ist am Tag des Gedenkens ab 17.30 Uhr online unter folgendem Link verfügbar: https://vimeo.com/498309346

 


 

Programm

Ansprache
Landrätin Anna Kebschull

(Neue) Wege zur Erinnerung
Ein Tandemprojekt der Alexanderschule Wallenhorst mit Maro Dromm Sui Generis e.V.
(siehe auch weiter unten)

Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Augustaschacht
Landrätin Anna Kebschull
Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück
Mario Franz, Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V.

Totenklage
Kantor Baruch Chauskin
Jüdische Gemeinde Osnabrück

Gebet
Mario Franz
Verbandssprecher des Niedersächsischen
Verbands Deutscher Sinti e.V.
 


 

(Neue) Wege zur Erinnerung

Ein Tandemprojekt der Alexanderschule Wallenhorst mit Maro Dromm Sui Generis e.V.

»Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager, die aus meinem Leben eine siebenmal verriegelte lange Nacht gemacht hat.«
Elie Wiesel

Nur wenn die Frage nach angemessenem Erinnern und Gedenken stets neu gestellt wird, kann sie lebendig bleiben. Schulen leisten zur aktiven Erinnerungsarbeit, die jeden Menschen als verantwortlich Handelnden begreift, einen wertvollen Beitrag.

Eingebunden in das Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« geht die
Alexanderschule Wallenhorst aufklärend gegen Diskriminierung vor. Dazu gehört auch eine bereits langjährige Kooperation mit dem Verein »Maro Dromm Sui Generis« (Maro Dromm = unser Weg). Dieser betreibt Aufklärungsarbeit über die Diskriminierung und Verfolgung der Sinti, in deren Bewusstsein die NS-Terrorherrschaft tiefe Spuren hinterließ.

2015 fand eine intensiv vorbereitete gemeinsame Reise nach Polen und Auschwitz statt. Sie galt der deutschpolnischen Aussöhnung ebenso wie der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dem Tod von 500.000 Sinti und Roma in den NS-Vernichtungslagern, die unter anderem im sogenannten »Zigeunerfamilienlager« Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2021 kommen in einem Video ehemalige Schüler*innen der Alexanderschule, die an dieser Reise teilnahmen, zu Wort. Sie blicken auf das Erlebte zurück: Was ist geblieben? Inwiefern hat diese Fahrt sie verändert? Entstanden ist ein nachdenklich machendes filmisches Dokument über mögliche (neue) Wege zur Erinnerung.
 



Der Ort des Gedenkens

Die Gedenkstätte Augustaschacht erinnert am Ort des ehemaligen Arbeitserziehungslagers Ohrbeck an die Opfer und die Zeit des Nationalsozialismus im Osnabrücker Land. Das ehemalige Lagergebäude ist Zeugnis schwerster Verbrechen. Gemeinsam mit der Gedenkstätte Gestapokeller wurde die Gedenkstätte Augustaschacht 2020 neu gestaltet. Beide Gedenkstätten arbeiten daran, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wirksam zu erneuern und das Engagement gegen Rassismus und für Demokratie zu fördern.

Das Mahnmal mit den Namen getöteter AEL-Häftlinge und Kinder oberhalb des Augustaschachtes, Ort der diesjährigen Kranzniederlegung, wurde von dem Künstler Volker-Johannes Trieb entworfen.
 


 


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