Jüdische Kriegsgefangene
aus Frankreich

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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – Sonntag, 12. Februar 2017, 15 Uhr

»Hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wären die Tage dieser Gefangenen gezählt gewesen.« – Jüdische Kriegsgefangene aus Frankreich im Zweiten Weltkrieg ist das Thema des Vortrages der Historikerin Janine Doerry.

Das Schicksal jüdischer Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen wurden, war je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zu jüdischen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, die ausgesondert und ermordet wurden, behandelte die Wehrmacht die jüdischen Soldaten aus Frankreich bemerkenswerter Weise nach den Grundzügen des Genfer Kriegsgefangenen-Abkommens von 1929. Sie wurden zwar als Juden identifiziert, von anderen Kriegsgefangenen abgesondert und diskriminiert, überlebten den Zweiten Weltkrieg aber in der Regel im Gewahrsam der Wehrmacht. Ihre Kriegsgefangenschaft schützte sie letztlich sogar vor der Judenverfolgung in ihrer deutsch besetzten Heimat.

Die Gründe für dieses Paradox, das auch auf die serbisch-jüdischen Kriegsgefangenen im Osnabrücker Lager Oflag VI c in Eversburg zutrifft, zeigt die Historikerin Janine Doerry aus Hannover am Fall der französisch-jüdischen Kriegsgefangenen auf.

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung der Volkshochschule Osnabrück, des Kulturgeschichtlichen Museums / Felix-Nussbaum-Haus, sowie der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht ist frei.
 
Neue Vorträge, Zeitzeugenbegegnungen, Führungen und Filmvorstellungen haben wir für Sie von Februar bis Juni 2017 in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Gestapokeller, der Volkshochschule Osnabrück sowie dem Kulturgeschichtlichen Museum/Felix-Nussbaum-Haus in dem anliegenden Faltblatt zusammengestellt.


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