Förderung der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht

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GEDENKSTÄTTEN GESTAPOKELLER UND AUGUSTASCHACHT – Januar 2017

Beauftragte der Bundesregierung sagt Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht Förderung zu

Die gute Nachricht aus Berlin erreichte die Gedenkstätten am Ende eines sehr aktiven Jahres mit vielen Besuchern. Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, teilte dem Trägerverein der Gedenkstätten mit, dass Sie die geplante Dauerausstellung in den beiden Gedenkstätten Gestapokeller im Schloss Osnabrück und Augustaschacht in Hasbergen mit einem Betrag von 564.000 Euro fördern will.

Die beiden Gedenkstätten in Stadt und Landkreis Osnabrück gehören zu insgesamt sechs Gedenkstätten in Deutschland, die eine Zusage der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erhalten haben. Zu den wenigen geförderten Einrichtungen gehören auch die Gedenkstätte Bergen-Belsen und das Haus der Wannseekonferenz in Berlin.

Möglich wird diese Förderung durch die positive Aufnahme des Antrages der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht in dem Expertengremium, das die Staatsministerin berät. Die geplanten Schwerpunktthemen der Ausstellung: Gestapo, Zwangsarbeit und Arbeitserziehungslager, überzeugten das Gremium. Die Experten sehen durch diese Themenwahl und die langjährige fundierte Arbeit der beiden Gedenkstätten eine gesamtstaatliche Bedeutung des Vorhabens, die eine Voraussetzung für die Förderung des Bundes ist.

Der Vereinsvorsitzende Georg Hörnschemeyer zeigt sich hocherfreut über die Zusage aus Berlin: »Wir freuen uns sehr über diese starke Anerkennung. Mit dieser Unterstützung erhalten wir die Möglichkeit, den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht eine Dauerausstellung mit bundesweiter Bedeutung und hohem Nutzen für die historisch-politische Bildung geben zu können.«

Zur Finanzierung der Gesamtkosten von 1.184.000 Euro haben auch die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, der Landkreis Osnabrück, die Stiftung der Sparkassen Osnabrück, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und das Unternehmen HomeStead ihre Unterstützung zugesagt.

Die Arbeit an der neuen Ausstellung in den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht soll in 2017 beginnen. Die Eröffnung ist für April 2020 geplant, wenn sich der Abzug der Gestapo aus dem Osnabrücker Schloss und die Befreiung des Arbeitserziehungslagers Ohrbeck zum 75. Mal jährt.


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