Zeitzeugengespräch und Begegnungsprojekt

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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – Mittwoch, 26. Oktober 2016

Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnenn aus Belarus und der Ukraine sowie Vorstellung des belarussisch-deutschen Begegnungsprojektes mit SchülerInnen
 
SchülerInnen der Mittleren Schule Nr. 94 in Minsk, ehemalige ZwangsarbeiterInnen aus Belarus und der Ukraine und ihre Angehörigen besuchen auf Einladung der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht in Zusammenarbeit mit der Ursulaschule vom 21. bis zum 30. Oktober Osnabrück.

Die mit Unterstützung der Stadt Osnabrück eingeladenen Zeitzeugen sind die 88-jährige Antonina Sydoruk, die als Jugendliche im Lager von OKD war und in der Munitionsfabrik Teutometallwerke arbeiten musste, die 75-jährige Sofiya Knurenko, die mit ihren Eltern in die Landwirtschaft nach Melle verschleppt wurde, und der 89-jährige Igor Rudchin, der als Jugendlicher in dem Ostarbeiterlager am Hüggel in Hasbergen wohnen und im Klöckner-Werk Georgsmarienhütte arbeiten musste.

Die Zeitzeugen werden gemeinsam mit Schülern aus beiden Ländern und Osnabrücker Gedenkstättenmitarbeitern am Montag und am Dienstag auf die Suche nach Spuren ihres damaligen Aufenthaltes gehen. Auf dem Heger Friedhof besuchen die Zeitzeugen die Gräber damaliger Schicksalsgefährten. Von Donnerstag bis Freitag finden vormittags Begegnungen mit Schülern in der Region Osnabrück statt. Am Montag, den 24. Oktober, um 11.30 Uhr wird Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler die Gäste im Friedenssaal empfangen.

Ein öffentliches Podiumsgespräch mit den Zeitzeugen und den beteiligten Schülern findet am Mittwoch, den 26. Oktober, um 19 Uhr in der Gedenkstätte Augustaschacht statt. Der Eintritt ist frei.

Die Reise der 17-köpfigen Gruppe wird vom Kulturforum Dom, der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, der Schnettlage-Stiftung, dem Förderverein der Ursulaschule, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, dem ROTARY-Club Osnabrück-Süd, dem Diözesanmuseum Osnabrück und der La Vie GmbH gefördert.

Die neun Schüler aus Minsk werden in den Familien ihrer Partnerschüler der Ursulaschule wohnen. Vorbereitet wurde diese Begegnung im vergangenen Mai bei einem einwöchigen Besuch in Belarus von Schülern und Mitarbeitern der Osnabrücker Ursulaschule, der Gesamtschule Schinkel und der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht.

Da nicht alle in Belarus interviewten Zeitzeugen nach Osnabrück kommen, beginnt das Projekt für die Schüler aus beiden Ländern bereits am 22. Oktober mit der Suche nach Spuren für die Zeitzeugen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen können.


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